Röckemann-Kruse GmbH
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Einsatzkriterien

Korrosion

Gummiauskleidungen sind ein in der Praxis bewährter Schutz vor Korrosion metallischer Werkstoffe. Leider birgt jedoch die Kombination von diffusionsdichtem, metallischem Träger und diffusionsdurchlässiger Gummierung unerwünschte Ausfallrisiken, etwa durch Ablösungen mit Blasenbildung und dadurch eingeschränkter Korrosionsschutzfunktion. Der konstruktive Aufbau der flexiblen Gummirohre schließt dieses Risiko von vornherein aus, die Diffusionseigenschaften der eingesetzten Elastomere sind für die Auslegung damit ohne Bedeutung. Der homogene Werkstoffverbund nach Vulkanisation gewährleistet damit uneingeschränkte Betriebssicherheit über die gesamte Einsatzdauer. Partielle Ablösungen, wie z.B. bei beschichteten Konstruktionen vorstellbar, sind damit ausgeschlossen.

Abrasion

Richtig eingesetzt, erweist sich Gummi als außerordentlich verschleißfest. Ob nun als Auskleidung von Sandstrahlkabinen, beim hydraulischen Transport abrasiver Feststoffe in Rohrleitungen oder z.B. beim Einsatz als Autoreifen. Ursächlich für diese Verschleißfestigkeit ist die Elastizität von Gummi, verbunden mit einer hohen Zähigkeit. Auftretende Belastungen nimmt der Werkstoff elastisch und auch auf Dauer ermüdungsfrei auf. Gummi ist daher ein idealer Werkstoff um Prallverschleiß zu widerstehen. Die Widerstandsfähigkeit gegenüber trockenem Reibverschleiß ist dagegen eher mäßig ausgeprägt. Das bedeutet in der Konsequenz generell sehr hohe Verschleißfestigkeit bei hydraulischer Förderung, während die Eignung für pneumatische Förderung im Einzelfall genau zu prüfen ist.

Inkrustation

Je nach Einsatzart und Medium können sich auf der Rohrleitungswand Beläge bilden, die den freien Querschnitt reduzieren und damit den Druckverlust unzulässig ansteigen lassen. Handelt es sich um harte, spröde Beläge, bieten flexible Gummirohre einen Selbstreinigungseffekt, der das Zuwachsen verhindert. Bei instationären Drücken weitet sich das Gummirohr radial geringfügig. Die geschlossenen, schalenartigen Beläge reißen auf. Die Anhaftung auf der glatten, reaktionsneutralen Gummioberfläche ist gering, sodass die feinen Bruchstücke bei ausreichender Strömungsgeschwindigkeit freigespült werden. Auch bei pneumatischer Dünnstromförderung ist gelegentlich eine Verstopfungsproblematik bekannt. Besonders betroffen sind Stoffe mit besonders großer Partikeloberfläche, wie z.B. bei Kalkhydrat, Farbpigmenten oder Rußen. Die Mikroelastizität der Gummirohre absorbiert die Bewegungsenergie des auftreffenden Korns elastisch und verhindert damit Verdichtung und Anhaftung des Fördergutes. Dem so genannten Schneeballeffekt wird damit vorgebeugt.

Kompensation

Längenänderungen als Funktion der Temperatur bleiben in Planung und Betrieb von Rohrleitungssystemen mit Gummirohren unberücksichtigt. Aus dem sehr geringen E-Modul resultieren derart niedrige Kräfte, dass eine Berücksichtigung bei der Rohrleitungsstatik regelmäßig nicht erforderlich ist. Gleichzeitig gewährleistet hohe Elastizität die Aufnahme aller aus Temperaturänderung resultierenden Längenänderungen. Auch in Kombination mit Rohrleitungssysteme aus starren Rohren, eignen sich Gummirohre ganz ausgezeichnet zur Kompensation, um zulässige Spannungen nicht zu überschreiten. Insbesondere wenn einfache Balgkompensatoren aus Gründen unzureichender Verschleißfestigkeit ausscheiden, bieten Gummirohre damit die ideale Lösung.